(Praxis für Hypnose - Dr. Elmar Basse, Glockengießerwall 17, 20095 Hamburg, Tel. 040 - 33313361 u. 2277175, elmar.basse@t-online.de)
(zertifiziert für Hypnose, Medizinische Meditation, Stressbewältigung durch den International Certification Board of Clinical Hypnotherapy (ICBCH): Certified Hypnotist / Certified Medical Meditation and Stress Management Consultant)
Bei Interesse lesen Sie bitte den folgenden Text zur Schmerzhypnose:
Wer unter chronischen Schmerzen leidet - also Schmerzen, die lange anhalten -, geht zu Beginn dieses Prozesses zunächst einmal zu einem Arzt, um die Ursache zu klären und dann Heilung zu erfahren. Wird er beim einen Arzt nicht fündig, sucht er ggf. andere auf. Doch auch Massagen, Krankengymnastik, heiße Bäder, Medikamente werden zur Linderung genutzt. Hilft das alles aber nicht weiter, unterziehen sich viele Menschen operativen Eingriffen, die im ungünstigen Fall jedoch selbst dazu beitragen können, daß sich der Schmerz noch weiter verstetigt.Für den leidenden Patienten ist der Schmerz eine unmittelbare Erfahrung. Sie beansprucht seine Aufmerksamkeit, drängt sich ihm auf, wird als quälender Reiz empfunden. Und sie nährt die Überzeugung, daß der Schmerz nicht kontrolliert werden könne. Tatsächlich ist dem aber nicht so. Sie brauchen nur an Situationen zu denken, in denen Sie extrem angespannt oder von großer Angst erfüllt waren - in allen diesen Situationen verschwindet sogar der größte Schmerz, weil das Bewußtsein des Patienten von stärkeren, intensiveren Reizen ganz in Anspruch genommen wird. Sie können sich eine Mutter vorstellen, die an starken Schmerzen leidet - doch sie vergißt sie wie von selbst, wenn sie ihr Kind in Gefahr schweben sieht. Es ist bekannt, daß im Gefecht verletzte Soldaten ihre Verwundung erst später entdecken. Oder denken Sie an Menschen, deren Zahnschmerz auf dem Weg zum Zahnarzt verschwindet. Oder den Kopfschmerz, den man nicht mehr spürt, wenn man einen spannenden Film ansieht.
Auch wenn der leidende Patient vom Schmerz ganz eingenommen ist, so ist dieser Schmerz jedoch keineswegs eine einfache, unkomplizierte negative Erfahrung: Tatsächlich setzt er sich zusammen aus früherem, erinnertem Schmerz, aus gegenwärtiger Schmerzerfahrung und aus erwartetem zukünftigem Schmerz. Die unmittelbar gegebenen Reize machen nur ein Drittel der Erfahrung des jeweiligen Schmerzes aus. Verstärkt wird der Schmerz durch die Befürchtung, daß er auch morgen noch da sein wird (Zukunftsangst). Und er wird durch die Einsicht verstärkt, daß er bereits in der Vergangenheit da war. Diese psychische Belastung erhöht die innere Anspannung, was zu einer Verkrampfung führt, die den Schmerz noch weiter verstärkt, was die Verkrampfung noch intensiviert ... es ist ein wahrer Teufelskreis.
Die hypnotische Beeinflussung des Schmerzerlebens ist eines der bewährtesten Anwendungsgebiete der Hypnosetherapie. Während der Hypnose wird die Aufmerksamkeit fokussiert auf die Stimme des Therapeuten und die Signale, die er sendet. Geist und Körper des Patienten werden aufnahmebereit für hilfreiche, unterstützende Suggestionen, die das Schmerzerleben verändern.